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Bennys Blog Shadow - Gaming in der Cloud

Nachdem ich ja bereits darüber berichtet habe, dass ich seit Mai „iPad only“ bin, hat dies auch in einem weiteren Punkt deutliche Auswirkungen gehabt inklusive einer kleinen Ausnahme von iPad only. Es geht um Computerspiele bzw. das „Zocken“. Ich habe seit Ende April fast gar nicht mehr gespielt, was mehrere Gründe hat(te).

Die Ausgangssituation

Im Wesentlichen waren es drei Gründe, die mich die letzten Monate davon abgehalten haben, nicht mehr zu zocken:
  • Unser Zock- und Arbeitszimmer ist wegfallen – dies ging nun als Kinderzimmer an unsere jüngste Tochter

  • Durch den Wegfall des Arbeitszimmers haben wir versucht uns eine „mobile“ Arbeitsstation (Ikea Regal auf Rollen) zu bauen. Leider war trotz dieser „Mobilität“ der abendliche Auf- und Abbau sehr aufwendig.

  • Beruflich bin ich im Moment aufgrund von vielen Organisatorischen Dingen sehr eingespannt.
Als das waren auch Gründe, die mich dabei unterstützt hatten, iPad only zu werden. Denn wenn man seinen PC (MacBook pro in meinem Fall) nicht mehr richtig verwenden kann fällt der Abschied umso leichter.
Nichts desto trotz wollte ich wieder zocken und suchte daher nach einer Lösung, die mich auch nach Feierabend dazu bewegen kann, den PC / Laptop aufzubauen und online zu kommen. Man könnte ja jetzt denken, warum habe ich dann nicht einfach meinen MacBook genommen mich auf das Sofa gesetzt und losgelegt.

Nun dafür gibt es zwei Gründe:
  • Ich habe das „kleine“ MacBook pro 13 Zoll gehabt und das ist mir zum zocken einfach zu klein vom Bildschirm her

  • Da es nur das 13 Zoll MacBook pro war hat es keine dedizierte Grafikkarte gehabt. Zum Zocken an meiner mobilen Gaming Station habe ich eine externe Grafikkarte mit genug Leistung gehabt, die das konnte. Später dann aber auch einen richtigen Windows Desktop Rechner.
Somit war das keine Option. Ich begab mich also auf Lösungssuche!


Meine Lösung

Meine Lösung hatte ich schon mal im Einsatz auf dem MacBook pro und habe dort aber wegen Performance Problemen wieder gewechselt: Shadow! Shadow ist ein …. Nennen wir es Game Streaming Dienst. Das Ganze funktioniert so:

Ich habe mir einen vollwertigen Rechner in der Cloud gemietet. Das besondere daran dieser Rechner hat eine Grafikkarte auf Gaming Niveau eingebaut – in diesem Fall eine Quadro P5000 vergleichbar mit einer GeForce GTX 1080! Dazu einer XEON 8-Kern Prozessor und 12 GB RAM, sowie eine 256 GB SSD.

Das Geheimnis aber liegt vor allem in der eingesetzten Software. Diese bietet, eine schnelle Internetleitung zu Hause vorausgesetzt, die Möglichkeit fast ohne Latenz zu spielen. Das bedeutet in meinem Fall konkret:
Meine Latenz mit WLAN Verbindung zu Hause zu meinem Shadow beträgt ca. 20 ms. Der Shadow selbst zeigt zum Beispiel in WoW eine Latenz von 8 ms. Damit habe ich Summa 28 ms Latenz – soviel wie ich zuvor in WoW auch hatte.

Da ich noch einen alten Windows Laptop mit 17 aus dem Jahre 2011 hatte konnte ich diesen nun zum zocken verwenden. Die lokal installierte Shadow Software benötigt fast keine Ressourcen, somit war der Laptop mehr als ausreichend und hatte auch ein schön großes FullHD Display.

Da Kerstin dieses Problem ja auch betraf machte ich mich nun daran eine Lösung auch für Sie zu suchen. Natürlich war auch hier Shadow meine erste Wahl, aber ich hatte ja schonmal Probleme damit auf meinem MacBook pro. Aber ich versuchte eine Lösung zu finden.

Nach langen Tests und viel lesen im Internet ist es mir auch gelungen Shadow auf dem MacBook pro meiner Frau zum laufen zu bringen. Es waren die Ortungsdienste in macOS die das dauerhafte und regelmäßige „stottern“ auf dem Schadow verursachten. Nachdem ich diese deaktiviert hatte, lief auch hier Shadow problemlos.

So können wir nun Abends wieder auf dem Sofa sitzen und auf dem Laptop in sehr guter Performance spielen. Ich bin begeistert. Doch was genau bedeutet gute Performance und wie zufrieden sind wir mit Shadow?


Performance und Fazit

Aktuell kann ich mit Shadow alle „meine“ Spiele in maximaler Auflösung mit durchschnittlich 60 FPS spielen. Natürlich gibt es sowohl nach unten wie nach oben Ausreiser – aber durchschnittlich sind es eben die 60 FPS.

Konkret bedeutet dies in:

World of Warcraft
Alle Grafikeinstellungen auf Stufe 10 (maximal) habe ich Boralus ca. 45 FPS und außerhalb 70 FPS. Raids habe ich noch nicht getestet wird aber bald folgen.

Overwatch
Die Grafikvoreinstellungen auf Episch komme ich auf ca. 80 bis 100 FPS in normalen Online Matches.

Anno 1800
Grafikvoreinstellungen auf hoch komme ich hier auf ca. 60 FPS.

Diablo 3
Alles auf maximal komme ich hier auf ca. 100 FPS

Da gibt es sicher noch viel mehr Spiele, aber ich denke das zeigt schon ein ganz gutes Bild. Vielleicht noch zum Schluss ein „syntetischer“ Benchmark in 3dMark. Dort komme ich auf insgesamt 5823 Punkte.
Ich bin mit Shadow sehr zufrieden und es ist genau das was ich aktuell gesucht habe und benötigte. Die Performance kommt nicht ganz an die Performance ran, wenn man die gleiche Hardware zu Hause auf und unter dem Schreibtisch stehen hätte. Gerade in 3dMark beschränkt die CPU deutlich. Die Performance der GeForce 1080 ist fast identisch zu der in meinem festen Gaming Rechner zu Hause – im Vergleich mal dazu die 3dMark Werte:

2.png


Gaming Rechner zu Hause (Ryzen 2700X und GeForce 1080)
Graphics Score: 7064 Punkte
CPU Score: 8291 Punkte
Gesamt: 7313 Punkte

Shadow Rechner
Graphics Score: 6991 Punkte
CPU Score: 3509 Punkte
Gesamt: 5823 Punkte

Man sieht hier muss / kann Shadow sicher noch „nachbessern“. Aber solange alle richtigen Spiele gut gehen ist das für mich natürlich mehr als ausreichend so.

Was sind nun die Vor- und Nachteile von Shadow:

Vorteile
  • Gute Performance (GPU fast identisch mit GPU vor Ort)
  • Shadow wird regelmäßig aktualisiert (Hardware Updates)
  • Gaming auf Uralt Rechner, iPad und Apple TV möglich
  • Sehr gute Latenz
Nachteile
  • CPU ist ziemlich schwach (siehe Benchmark)
  • Starke Internetleitung (30 Mbits +) vorausgesetzt
  • Derzeit noch Probleme mit der Übertragung von Mikrofondaten – TS somit noch lokal installiert notwendig
Auch preislich finde ich das ganze sehr interessant. Mein Gaming Rechner (Daten siehe oben) hat mich damals knappe 1800 Euro gekostet. Für Shadow zahle ich 30 Euro im Monat. Das bedeutet 360 Euro im Jahr. Das bedeutet nach 5 Jahren hätte ich meinen Gaming Rechner komplett bezahlt. Dann müsste ich aber den Gaming Rechner zumindest in einigen Teilen auch Austauschen (CPU / GPU) und Shadow wird laufend in Bereichen der Hardware aktualisiert. Sofern finde ich das Preismodell für mich passend und fair.

Alles in allen würde ich das ganze sicher nochmal machen – mir gefällt der Shadow und aktuell bin ich damit sehr zufrieden. Ich versuche gerade noch etwas daran zu optimieren indem ich Netzwerkkabel statt WLAN nehme – aber dennoch geht es bisher problemlos!

Benny
 

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