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Bennys Blog Erfahrung nach fast vier Monaten „iPad only“

Am 01. Mai 2019 habe ich meinem MacBook Pro den Rücken gekehrt und mein Experiment iPad only 2019 gestartet. Nun ist sind die ersten vier Monate fast vorbei - mit allen Hoch und Tiefs und somit Zeit für ein kleines erstes Resümee. Ich lasse dabei auch die neusten Informationen von der WWDC 2019 in mein Fazit einfließen.

Viel Spaß!

Was geht?

Beginnen wir mit den positiven zuerst! Was kann ich alles machen und was habe ich schon alles mit dem iPad gemacht. Ich komme ja vom MacBook Pro 13 Zoll aus dem Jahr 2018. Trotz der Apple üblichen geringen Maße für das MacBook war es mir dennoch zu groß um es „dauerhaft“ dabei zu haben. Nicht so das iPad Pro 11 Zoll. Trotz Hülle mit Tastatur (Smart Keyboard Folio) und Apple Pencil ist es klein und leicht genug um es quasi immer „am Mann“ zu haben.

Foto & Bildbearbeitung

Ich habe schon vor einigen Jahren einen Wechsel von meiner Digitalkamera (Sony A 6500) hin zu meinem iPhone X gemacht. Der Grund war und ist einfach: Mein Handy habe ich immer dabei und die Qualität, wenn man vom Zoom, absieht ist für mich mehr als ausreichend.

Genau diese Bilder wandern über den iCloud Sync dann auch direkt in die Fotos App und damit auch ohne lange Wartezeit auf mein iPad. Dort kann ich dann diese Bilder ohne Probleme bearbeiten.

Dafür habe ich ein paar Tools auf dem iPad installiert die ich dafür verwende. Für das „normale“ Bearbeiten verwende ich die Fotos App. Wenn ich dann noch etwas mehr möchte dann habe ich noch ein paar andere Apps die mich dabei unterstützen. Wie zum Beispiel:

  • Darkroom (für RAW Entwicklung)
  • Snapseed (für allgemeine Foto Bearbeitung)
  • Enlight-Photofox (wenn ich kreativ sein möchte)
  • Affinity Foto (für detaillierte Bildbearbeitung)

Damit kann ich eigentlich all meine Aufgaben genau so gut lösen wie auf dem Mac. Dort hatte ich im übrigen neben der Fotos App folgende Software im Einsatz:

  • Affinity Foto
  • Luminar

Im direkten Vergleich muss ich sagen, vermisse ich nichts. Damit kann ich dem iPad für meine Bedürfnisse volle Punkte für den Einsatz zur Foto Bearbeitung geben.

Grafiken Erstellen & Bearbeiten

Der nächste Punkt geht in die ähnliche Richtung, kann aber kürzer abgehandelt werden. Ich benötige für mein Geschäft wenn ich Werbung machen möchte immer wieder Vektorgrafiken im EPS Format. Das kann dann mein Logo oder ein Slogan sein. Letzten benötigte ich es für unseren Firmenlauf und dort für das Bedrucken der Laufshirts.

Kurz kann ich diesen Punkt deshalb anhaben, weil ich auf dem Mac dafür Affinity Designer verwendet habe, und es dieses tolle Programm auch vollumfänglich für das iPad vorhanden ist. Somit kann ich alles machen wie zuvor auch!

Daher kann ich dem iPad Pro für meine Bedürfnisse auch in dieser Kategorie volle Punkte bescheinigen.

Videobearbeitung

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Kommen wir nun zu einem Punkt bei dem ich die meisten Befürchtungen hatte. Ich habe mich hier mit zwei Apps auseinander gesetzt und getestet:

  • iMovie
  • Lumar Fusion

Ich habe dazu ca. zwei Stunden Filmmaterial auf das iPad in Lumar Fusion kopiert und dann dieses zu ca. 15 Minuten Film geschnitten. Ich muss gestehen, ich war begeistert. Durch den Touchscreen lies sich das Schnittprogramm sehr intuitiv bedienen und auch meine Befürchtung, dass das 11 Zoll Display zu klein sein könnte bestätigte sich nicht.

Auch der Export des Films ging überraschend schnell - deutlich schneller aus ich mir gedacht hätte. Natürlich reicht es nicht an meinen Workflow und die Geschwindigkeit von Final Cut Pro X auf dem MacBook Pro heran, aber für die wenigen Videos die ich schneide mehr als ausreichend.

Insofern kann ich auch hier dem iPad Pro für meine Bedürfnisse volle Zustimmung geben.

Bloggen

Eine Sache die ich regelmäßiger machen sollte, aber hier geht es ja nicht darum wie oft ich Dinge mache, sondern wie diese Dinge auf dem iPad gehen, oder auch nicht ...

Unter der Kategorie Bloggen verstehe ich nicht nur, das schreiben von Artikeln für meinen Blog, sondern auch das Warten meiner Webseite und dem Server.

Das schreiben an sich ist kein Problem und geht auf dem iPad mit Tastatur genau so gut wie auf dem Mac. Aktuell verwende ich dafür die App Ulysses und bin auch sehr zufrieden damit.

Die Pflege von meinem Webserver und Wordpress an sich, klappt auch gut, ist aber noch etwas ungewohnt von der Bedienung - Hintergrund ist, dass auf dem iPad standardmäßig immer die mobilen Webseiten angezeigte werden, soweit verfügbar. Das macht bisweilen die Sache etwas unübersichtlicher. Aber da ist schon Besserung in Aussicht. Mit iPad OS 13 werden die Webseiten zukünftig standardmäßig in der Desktop Variante angezeigt.

Aktuell muss ich aber gestehen, fühlt sich das ganze noch etwas „unübersichtlich“ an. Es geht aber noch nicht mit dem gewohnten Komfort des Desktops. Aber ich werde dran bleiben und mich etwas durchbeißen bis ich den für mich besten Workflow gefunden haben.

Daher aktuell nur ein „es geht, aber“ für diese Kategorie.

Email & Office am iPad

Zu iPad only gehört auch, wie gut meine Office arbeiten funktionieren. Dazu zählen bei mir:

  • Emails schreiben
  • Dokumente digitalisieren
  • Dokumente ablegen
  • Dokumente wiederfinden
  • Online Banking
  • Notizen schreiben

Ich habe in allen Bereichen für mich einen guten und auf das iPad abgestimmten Workflow gefunden. Ich kann alles wie am MacBook auch auf dem iPad machen. Nicht immer der gleiche Ablauf / Workflow aber ein angepasster und mindestens genauso effektiver Ablauf geht.

Aber und das möchte ich auch nicht verschweigen. Man muss sich erst an die ganzen Abläufe gewöhnen - vieles benötigt eine spezielle App und der Zugriff auf ein „Dateisystem“ ist nur rudimentär möglich. Aber genau an dieser Stelle wird sich einiges mit iPad OS 13 ändern!

Emails schreibe ich inzwischen sogar lieber auf dem iPas als am MacBook bzw. Fast alle meine geschäftlichen Emails schreibe ich nur noch über das iPad und nicht mehr über Outlook (Windows). Es geht einfach fokussierter und störungsfreier!

Auch private wie geschäftliche Notizen sind auf dem iPad ein Traum zum schreiben. Sei es mit dem Apple Pencil handschriftlich oder per Tastatur. Leider muss ich für beides separate Apps verwenden, da ich noch keine App gefunden habe die für mich optimal handschriftliche und mit Tastatur geschriebene Notizen optimal ablegen kann.

Für handschriftliches verwende ich daher Goodnotes 5 und für mit der Tastatur geschriebene Notizen verwende ich Bear. Beides geht wunderbar.

Was nicht geht!?

Aber es gab eine Sache die ich nicht ohne das MacBook Pro meiner Frau hätte lösen können. Ich musste für einen Windows Rechner ein Bootstick erstellen um diesen neu mit Windows formatieren und installieren zu können. Leider gab es für mich keine Möglichkeit dies am iPad zu bewerkstelligen.

Auch mit iOS / iPad OS 13 wird sich dies wahrscheinlich nicht ändern. Aber gut dies ist sicher auch eher ein exotischer Fall. Wenn mein ganzer Haushalt / Büro es mir gleich machen würde und iPad only wäre - wäre dieser Schritt auch gar nicht nötig.

Fazit

Mein Fazit nach zwei vollen Monaten iPad only ist durchgehend positiv. Das einzige was nicht klappte war ein Sonderfall (siehe oben) und in vielen Bereichen habe ich sogar meinen Workflow optimieren können.

Durch die mehr oder weniger starke Beschränkung auf eine App ist man deutlich fokussierter und konzentrierter als MacBook Pro. Für mich war es definitiv bisher der richtige Schritt und ich freue mich auf die weiteren Zeit mit iPad only.

Eine kurze Anmerkung noch:

Ich habe inzwischen auch einige Spiele auf dem iPad die ich regelmäßig spiele, deutlich mehr als auf dem MacBook. Ich freue mich auch schon auf Apple Arcade und die bessere Controller Unterstützung mit iPad OS 12.

Grüße

Benny
 
Zuletzt bearbeitet:

Kommentare

Hihi, schöner Bericht. Ich werd euch Apple-Fans nie verstehen. Und auf dem Tablett fühl ich mich so klumpig. Mir fehlt da echt die Kontrolle mit der Maus. Aber es freut mich, dass es dir gefällt. Und ist schon cool was heutzutage alles geht. Ich weiß du hattest es mal erwähnt, ich weiß es allerdings nicht mehr. Spielst du auch WoW auf dem Tablett?
 
Vielen Dank! Freut mich wenn Dir der Bericht gefallen hat. Ja ein iPad / Tablet an sich ist gewiss eine Umstellung. Aber es geht. Und zu Deiner Frage - ja ich spiele auch auf dem iPad allerdings nicht WoW. Da WoW einfahc nicht für die Controller Bedienung gemacht ist und eine Maus wie Du ja schon bemerkt hast am Tablet nicht verfügbar ist mache ich das auch nicht.

Was ich allerdings schon gemacht habe, ist Overwatch auf dem iPad zu spielen, das geht in der Tat mit Shadow gant wunderbar.
 
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