Über das Metagaming oder warum man doppelten Schaden kriegt wenn man einer Granate nicht ausweicht

Die meisten Spieler Metagamen ja, ohne das sie es merken. Was auch nicht weiter schlimm ist, da sich das dann ja noch im Rahmen hält und je nach Konsens, im Fachjargon der Rollenspieltheorie Gruppenvertrag „Social Contract“ genannt, einem Teil des kreativen Agierens „Creative Agenda“, der Gruppe zum auspielen und zum normalen Gespräch und Argumentationszyklus gehört. 

Schlimm ist es dagegen wenn das Metagaming mutwillig geschieht und nur dem Zwecke des Powergamings, und Min-Maxen dient. Den das zerstört den Spielspass, den Flow des Spiels und das Engagement von Meistern und Mitspielern. 

Powergaming: Das Ausnutzen von Unklarheiten in den Regeln und von Fehlern in den Büchern um charakter- und rollenspielwidrige Boni und Vorteile zu erhalten. Oftmals unter Einbeziehung von Spielerwissen ungeachtet des Unterschieds zu Charakterwissen. Es entstehen keine Rollenspielcharaktere und es wird kein Rollenspiel gespielt sondern es geht einzig und allein darum, der Schönste, der Beste, der Schnellste zu sein. 

Min-Maxen: Der normale Spieler versucht bis zu einem gewissen Grad Stärken zu maximieren und Schwächen zu minimieren. Das ist auch völlig in Ordnung. Auch stark spezialisierte Charaktere sind möglich und spielbar. Das Problem ist, dass der Meta- und Powergamer das ganze ausnutzt und versucht einerseits einen Charakter zu erschaffen der nur eine einzige Sache kann, aber diese wie ein Gott, und jede Aufgabe im Spiel auf diesen Aspekt runterbricht um ihn immer und alle Zeit ausnutzen zu können. Andererseits gibt es dann auch die Spieler deren Charakter ohne Fehl und Tadel ist und durch das Nutzen von Regellücken gottgleiche Charaktere entstehen sollen die überall gut sind. 

Flow: Das Gefühl, dass sich einstellt wenn man voll und ganz mit seiner Gruppe im Spielerlebniss aufgeht, alle an einem Strang ziehen und Teil der gleichen faszinierenden Vorstellungswelt werden. Psychologisch betrachtet ist der Flow der Seinszustand in welchem Mann am kreativsten ist und seine Ressourcen und Fähigkeiten am Besten nutzbar machen kann. 

Niemand spielt gerne mit Leuten die Powergamen. Genauso wie bei den Besserwissenden Spielern. Mit denen spielt auch niemand gerne. Aber dies soll in einem anderen Post betrachtet werden. 

Allerdings habe ich daneben noch eine weitere Kategorie Spieler erleben dürfen.

Und zwar die Trotteligen. 

Meistens mit einer normalen oder hoeheren Intelligenz gesegnet, haben sie doch einen Charakterzug, der ihnen das Leben schwermacht. Und den anderen Spielern. Obwohl die zu unfreiwilliger Komik geeigneten Interaktionen des trotteligen Spielers meist den Abend mit Spass und Gelächter erfüllen, sind sie doch ein beschreibungswürdiges Phänomen das ich nicht auslassen will. 

Bei den trottteligen Spielern geschieht das Metagaming halbbewusst. Sie sind einfach als Menschen nicht in der Lage so eine Situation normal zu meistern, kommen dadurch dann in Zugzwang und lösen meist schreckliche Ereignisse aus. 

Oder sie weichen der Granate nicht aus, weil sie den Schaden ja eh runterwürfeln können und bekommen dann von mir als Meister doppelten Schaden. Denn als Charakter würde wohl jeder einer Granate ausweichen. 

Wenn im echten Leben eine Wespe um uns rumschwirrt haben wir ja auch Angst, dass sie uns stechen könnte. Auch wenn der Schaden den die Level 0 Wespe bei uns anrichten würde nun wirklich vernachlässigbar ist. Und deswegen bekommt man auch als trotteliger Spieler bei so einem klaren Metagaming eben doppelten Schaden.

Basti

 

https://dragonlike.wixsite.com/bastianjkurz

Die Geschichte der Lailonwen

An meine genaue Entstehung kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Schon oft habe ich andere Nachtelfen nach ihrem Ursprung gefragt, aber nicht einer wusste Bescheid.
Es scheint wie ein Wunder, dass sich die Vergesslichkeit über Azeroth gelegt hat. Seit dem Verlust der Unsterblichkeit scheint ein geheimnissvoller Schatten, uns und unsere Vergangenheit zu umgeben.

Trotzdem möchte ich über mich und mein Leben berichten, soweit ich mich eben erinnern kann.

Es war ein Nachmittag an dem die Sonne nicht scheinen wollte. Ich fand mich auf dem Grunde eines Waldbodens liegen, als mir eine warme Stimme zuraunte und mir ihre Hand reichte: „Ich brauche Hilfe!“ flüsterte sie und schaute ängstlich um sich.

So begannen dann alle meine Abenteuer:
Zahlreiche Nachtelfen kreuzten meine Wege, später auch Menschen, Zwerge und Gnome – alle verloren, ängstlich und nach Hilfe Ausschau haltend. Ich selbst hatte kein Zuhause, wusste nicht woher ich kam und wohin ich wollte, sträunte in ärmlichen Verhältnissen umher. Das einzige was ich bei mir trug, war dieser vergilbter Zettel, den ich in meinem kleinen Beutel bei mir fand:  Diesen Beitrag weiterlesen »

Mein Freund

Die Welt gleitet an mir vorrüber und mir geht alles mögliche durch den Kopf. Ich fühle die Gänsehaut auf meinen Armen, dabei ist es gar nicht kalt.. ja eigentlich sogar beruhigend windstill. Vielleicht sind es ja meine Gedanken, die mir eine Gänsehaut bereiten.

Unter mir ist so eine schöne Landschaft: Bäume und Felder.. ich höre Menschenkinder singen und spielen „tut nicht weh, tut nicht weh – lalala!“. Ein Kind jammert. Warum jammern die so oft?

Die Wolken ziehen sich am Horizont zusammen, der Berg verschwindet in ihnen.
Ich muss mich konzentrieren, sollte mit meinen Gedanken nicht so ausschweifen sonst ist mein Flug gleich vorrüber und auf ihm kann ich doch am besten nachdenken.

Mein Traum von neulich wurde weitergesponnen. _Wird_ weitergesponnen – ob ich ihn direkt beinflusse oder nicht. Es fängt an zu regnen. Wir gleiten über eine Brücke. Unter mir kann ich zwei reitende Gestalten erkennen. Das eine ist ein Mensch auf seinem Pferd, keine Frage. Der andere ist zu winzig.. wahrscheinlich ein Zwerg oder ein Gnom. Wie ich die anfangs nicht mochte.. komisch wie man im Laufe der Zeit seine Sichtweise ändert. Jetzt mag ich sie.

Die Phoenixgilde ist auf über 50 Kreaturen herangewachsen. Ja eigentlich sind wir so knapp 60 und doch liegt der wahre Kern bei 50. Ich frage mich schon länger, wie wir mit denjenigen umgehen sollen, die so wenig da sind und sich so schwer damit tun, sich an die Regeln zu halten. Es gibt da zwei Stimmen in mir und auch im Hort. Die einen sehen das locker und andere sehr streng. Ich möchte ein anständiges Mittelmaß erreichen. Doch das ist nicht so einfach. Ich muss sagen, ich tu mich schwer damit, Leute ohne Rücksprache auszustoßen… doch wer nicht da ist, mit dem kann man nicht reden.  Diesen Beitrag weiterlesen »

Eine Woche

Wie im Stummfilm ist Bewegung, doch Stille.
 
Ihr rennt eine nasse Kellertreppe hinunter. Es verfolgt euch, kommt hinter euch her. Mit jeder Treppenstufe kommt es näher. Ihr wisst nicht wo lang, aber ihr rennt so schnell ihr könnt. Hier! Eine Art unterirdischer Tunnel! Das Böse ist hinter Euch her. Ihr seht es nicht, aber ihr könnt es fühlen. Ihr wisst, dass etwas Schreckliches passiert, wenn es euch erwischt. Ihr keucht stumm während des Laufens, euer Atem verrät euch aber ihr könnt es nicht verhindern. Je schneller ihr rennt, desto mehr müsst ihr keuchen. Es ist dunkel, kalt und es riecht modrig. Der Boden unter Euren Füßen ist matschig und während ihr um Eurer Leben lauft, passt ihr auf, dass ihr nicht ausrutscht  – bis es dann doch passiert. Ihr probiert wieder aufzustehen, weil das Etwas immer näher kommt. Doch egal wie doll ihr euch anstrengt, ihr könnt euch nicht mehr bewegen. Das Unheimliche kommt immer näher und irgendeine unsichtbare Kraft drückt euch zu Boden. Da kommt der Gedanke! Auf einmal wisst ihr, dass kann nicht sein. Ihr träumt! „Jetzt aufwachen! Jetzt aufwachen!“ denkt ihr und kurz darauf findet ihr euch in Eurem dunklen Zimmer wieder. Euer Herz pocht stark und die Bettwäsche ist verschwitzt. Ihr setzt Euch auf und horcht. Irgendwas knirscht doch da im Flur? Eure Hand wandert zur Bettleuchte, erwischt das Kabel und knipst auf den Anmachschalter.
Er geht nicht an. Die Lampe geht einfach nicht an. –Ihr knipst immer wieder, aber die Lampe bleibt tot. Da schleicht sich der Gedanke heran – das Unheimliche ist noch da. Es ist in Eurer Wohnung. Ihr seid nicht wach, es hat Euch getäuscht. Und dann versucht ihr wie blöd aufzuwachen, bevor das Etwas euch erwischt. Es kommt ins Zimmer, ihr seid wieder bewegungsunfähig und gerade als es sich an euch zu schaffen machen will, wacht ihr auf.

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Anfänge

Nachdem man sich vor zwei Jahren der WoW-Kultur angeschlossen hat und derweil dadurch diese mitgestaltet – ist doch hin und wieder die Luft raus gewesen und man hat Päuschen gemacht:

Sei es wegen schreiender Kiddys in den Channeln, die natürlich keine Kiddys sind, sei es wegen nörgelnder Spieler, die das Spiel schon ernster nehmen als ihr wahres Leben oder sei es, weil man das Gefühl hatte nicht voran zu kommen, sei es weil es Unstimmigkeiten in der Gilde gab, sei es dass man das Gefühl bekam, alles alleine machen zu müssen oder weil einem das Spiel schlichtweg langweilig geworden ist. Und um auch ein paar positive Dinge zu nennen, sei es weil man jemand lieben im Reallife kennengelernt hat, weil man sein Leben neu ordnen und voran treiben wollte.

Bestimmt fast jeder, der schon länger wow spielt hat das eine oder andere genannte bereits erlebt. So auch ich 😉

Der Link von guillding.net ist schon so oft überall rumgegeistert und nun hab ich mich trotz zweiter Wow-Pause doch tatsächlich hier angemeldet.. will ich doch auch mal alles ausprobieren und meinen ersten Blog verfassen 😉

Doch weshalb? Oblivion ist nicht das wahre, Silverfall gefällt mir auch nicht so. WoW hat eben doch was. Das entscheidende, was uns fasziniert. Ein Spiel, wo es um Gemeinschaft, Teamwork, Planung, Zielerreichung, Steuerung geht. Ein Spiel das Fantasy, Strategie und Rollenspiel vereinigt ohne zu komplex zu wirken.

Ich gebe zu. Ich gehöre noch zu Euch! 😉

Meine Chars sind noch vorhanden, die CDs sind installiert und die Patchupdates laufen – und ich bin am überlegen einen ganz neuen Start in wow zu machen. Ein neuer Server, eine neue Rasse, eine neue Klasse und vielleicht auch eine eigene Gilde, in der man die Dinge so gestalten kann, wie es einem vorschwebt, mit Leuten, die dieselben Interessen im Spiel verfolgen. Ohne Stress und Zwang und doch gemeinsamen Vorankommen.

Doch welcher Server, welche Leute?

Ob ich hier wohl fündig werde?

 

(Original hier gepostet)

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